Villa Cargnacco
Home Vor dem Eingang

1 Vestibolo
Das Vestibül


2 Stanza del Mascheraio
Zimmer des Maskenträgers

3 Stanza della Musica
Musikzimmer


4 Stanza del Mappamondo
Zimmer der Weltkugel


5 Zambracca
Sterbezimmer


6 Veranda dell'Apollino
Apollinische Veranda


7 Stanza della Leda
Zimmer des Gefangenen


8 Bagno blu
Blaues Badezimmer


9 Hausapotheke

10 Stanza del Lebroso
Zimmer des Aussätzigen


11 Corridoio della Via Kreuzgang

12 Stanza delle Reliquie
Reliquienzimmer


13 Oratorio Dalmata
Warteraum


14 Scrittoio del Monco
Schreibzimmer des Verstümmelten

15 Officina
Die Werkstatt


16 Corridoio del labirinto
Bibliothek


17 Stanza della Cheli
Speisesaal


18 Cucina
Küche
Villa Cargnacco
Kritiken 7 Termine

Führerin: "Das Zimmer des Aussätzigen. In diesem Raum zog sich d'Annunzio oft zur Meditation zurück. Das Bett in der Mitte hat die Form einer Wiege und Sarg und es symbolisiert die Geburt und den Tod. Hier wurde auch seine Leiche, nach genauen Anweisungen, in der Nacht vom ersten zum zweiten März Neunzehnhundertachtunddreißig aufgebahrt. Das Raum, reich an esoterischer Bedeutung, erinnert uns tatsächlich an einem Todeszimmer."

Joseph Conrad: "Nur junge Menschen haben solche Augenblicke. Ich meine nicht die ganz jungen. Nein, die ganz jungen haben keine Augenblicke. Als ich hinausging, fügte er plötzlich in einem eigenartig nachdenklichen Ton hinzu, er hoffe, ich würde das auch finden, was ich so begierig zu suchen schien. Er hatte jedoch bei seinen naiven Überlegungen das Telephonkabel ganz außer Betracht gelassen, das auf dem Grund desselben Meeres ruhte, in den er das Schiff gebracht hatte, das er vom Untergang gerettet zu haben glaubte.
Die Menschen halten sehr viel von den Vorteilen der Erfahrung. Doch in diesem Zusammenhang bedeutet Erfahrung immer etwas Unangenehmes gegenüber dem Zauber und der Unschuld der Illusionen. Ich muß sagen, ich war im Begriff, meine Illusionen sehr schnell zu verlieren. Aber über all diese lehrreichen Komplikationen brauche ich mich nicht weiter auszulassen, sondern kann sie mit einem Wort zusammenfassen: Zeitverlust.
Manchmal kam er mitten in der Nacht an Deck und ließ einige Segel wegnehmen. Kein Mensch wusste, warum und wozu. Dann ging er nach unten, schloß sich in seiner Kammer ein und spielte stundenlang, manchmal bis Tagesanbruch, auf seiner Geige. Vielleicht war ihm von Natur aus schon alles zuviel. Sein Verstand schien an einem ebenso dünnen Faden zu hängen wie sein Leben.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Toten feindselige Gefühle gegen die Lebenden hegen. Sie sind ihnen völlig gleichgültig. Man weiß sehr wohl, dass alle Menschen den gleichen Weg gegangen sind.
Bisher war es mir überhaupt noch nicht eingefallen, dass ich gar nicht wusste, woran man eigentlich einen gesunden Verstand erkennen kann und welche heikle und im Grunde genommen nebensächliche Sache er doch ist.
Zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass ich eine Menge essen konnte. Diese Geschmacklosigkeit passierte mir, ehe ich überhaupt wusste, dass ich ihrer fähig sein würde."

 
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Heinz Emigholz
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