Villa Cargnacco
Home Vor dem Eingang

1 Vestibolo
Das Vestibül


2 Stanza del Mascheraio
Zimmer des Maskenträgers

3 Stanza della Musica
Musikzimmer


4 Stanza del Mappamondo
Zimmer der Weltkugel


5 Zambracca
Sterbezimmer


6 Veranda dell'Apollino
Apollinische Veranda


7 Stanza della Leda
Zimmer des Gefangenen


8 Bagno blu
Blaues Badezimmer


9 Hausapotheke

10 Stanza del Lebroso
Zimmer des Aussätzigen


11 Corridoio della Via Kreuzgang

12 Stanza delle Reliquie
Reliquienzimmer


13 Oratorio Dalmata
Warteraum


14 Scrittoio del Monco
Schreibzimmer des Verstümmelten

15 Officina
Die Werkstatt


16 Corridoio del labirinto
Bibliothek


17 Stanza della Cheli
Speisesaal


18 Cucina
Küche
Villa Cargnacco
Kritiken 7 Termine

Joseph Conrad: "Das erste Anzeichen, dass nicht alles in Ordnung war, kam von einem großen weißen Boot, das mit der Leiche eines stark behaarten Mannes umhertrieb und an den Bug seines Dampfers stieß. Das behaarte undefinierbare Wesen hatte ein kariertes Hemd und blaue Hosen an. Irgendetwas Fürchterliches zweifellos. Für Mitgefühl war darin bestimmt kein Platz."

Führerin: "Das Zimmer der Weltkugel. Der Name stammt von dem großen Globus auf einem Tisch. An den Wänden etwa sechstausend Bücher, in der Hauptsache klassische Autoren. In alle Zimmern sind gesamte dreiunddreißigtausend Bücher aufbewahren."

Führer: "Es war Heinrich Thodes Bibiliothek, und hier sind fast alle seine Kunstbücher aufbewahrt. Mancher findet mehr in einem Wald als in einem Buch."

Joseph Conrad: "In der Nacht lag er lange Zeit wach. Sein Schlummer, wenn er überhaupt kam, war kurz und unbefriedigend. Das Morgenlicht brachte seinen Augen keine Freude. Missmutig lauschte er auf die Geräusche des Hauses. Wieder ein ekelhafter Tag, der irgendwie bestanden werden musste.
Dann saß er in seinem Sessel und grübelte. Auf der Veranda, so bildete er sich ein, sah er einen Zipfel eines verschwindenden Menschen. Obwohl er nicht ganz sicher war, dass er überhaupt eine Bewegung wahrgenommen hatte. Ein dazwischenstehender Tisch hatte einen genauen Blick verhindert.
Er machte eine rigorose Eintragung in sein Notizbuch, worin er die härtnäckig festgehaltene Illusion seiner Existenz verwarf.
Danach hörte er Türenschlagen, und dann breitete sich eine tiefe Stille im ganzen Haus aus. In seinem Haus, heimgesucht von jenen unverschämt freimütigen Männern, die ein ganzes Waffenarsenal in ihren Koffern hatten. Um zu wissen, woher der Wind wehte, brauchte er nicht erst einen von ihnen zu entdecken, wie er hinter einem Busch ein teuflisch langes Messer schärfte und dabei wild um sich blickte.
Für die Schutzlosen ist es immer misslich, ihre Feinfühligkeit hervorzukehren. "Sie haben eine mächtig große Klappe", fuhren sie ihn an. "Sie reden von Reisen um die ganze Welt, von großen Dingen, die Sie vollbracht haben, und dass Sie das Glück immer beim Schopf packen, aber hier sitzen Sie nun in Ihrem elenden Geschäft." Als nächstes kümmerten sie sich um den Toten, dessen Gesicht in der roten Glut schmorte und einen gewaltigen Gestank entwickelte.
Vollendete Manieren sind nicht das richtige Tonikum bei einem seelischen Zusammenbruch."

 
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Heinz Emigholz
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